Das das jemand ließt

Hinweis (14.1.2018): Da ich vermute, dass viele auf diese Seite kommen, um mehr zum Unterschied zwischen „liest“ und „ließt“ zu erfahren, habe ich dazu eine kleine, feine, hoffentlich hilfreiche eigene Seite gebaut. Bitte weiterklicken! Fehler passieren. Wer viel schreibt, vertippt sich auch mal. Deswegen gab’s in guten Redaktionen mal so was wie ein Vier-Augen-Prinzip. Doch auch zwei Augen sollten so was vermeiden können: Wie auch immer, der Gute gehört einer Spezies an, (…) von der man sonst nur ließt, das sie vor allem Russland und Südostasien bewohnt (…). Gefunden bei Spiegel Online am 21.3.2007 ...

March 21, 2007 · 1 min · Titus Gast

Wir sind überflüssig

Spannende Meldung, die da u.a. bei sueddeutsche.de zu lesen ist: Laut einer Umfrage sind Blogs für mehr als die Hälfte der Befragten überflüssig. Interessant sind dabei zwei Dinge: Die Rede ist in der Meldung von Blogs und Chats. Von unterschiedlichen Ergebnissen in Bezug auf die beiden “Kommunikationsformen” wird nicht berichtet. So was legt natürlich den Schluss nahe, dass selbst die Autoren der Studie sich nicht so genau darüber im Klaren waren, was sie da fragen, denn die beiden Dinge in einen Topf zu werfen, erscheint doch zumindest methodisch und sachlich fragwürdig. Ebenso geht aus der Meldung nicht hervor, wie viele dieser 52 Prozent, die Blogs und Chats für überflüssig halten, Blogs und Chats auch kennen oder gar nutzen. Die Zahl derer, die Online-Medien insgesamt oder auch Zeitungen für überflüssig halten, dürfte schließlich auch erschreckend hoch sein, je nachdem wen man wie fragt. Normalerweise würde man in Fällen wie diesen sagen: Überflüssige Meldung, überflüssige Umfrage. Dumm ist nur, dass die jetzt wahrscheinlich in allen möglichen einschlägigen blog-kritischen Publikationen die Runde macht – ohne nach den Ursachen oder gar Hintergründen zu fragen. Tatsächlich sind die 52 Prozent auch keine schlechte Zahl: Das bedeutet, dass immerhin 48 Prozent (glauben zu) wissen, was Blogs und Chats sind. Das könnte man auch getrost als sensationell bezeichnen.

April 22, 2006 · 1 min · Titus Gast

Rechtschreibreform? Was ist das?

Am Montag tritt die Rechtschreibreform in Kraft, außer in Bayern und NRW sowie bei Springer und der FAZ. Und es kam, wie es kommen musste: Kein Vergleich mit der Aufregung noch vor einem Jahr, als ein neuer Streit um die Rechtschreibreform DIE Geschichte des Sommerlochs wurde: Springer, Spiegel und Süddeutscher Verlag kündigten damals an, wieder zur alten Rechtschreibung zurückzukehren. Und was ist davon geblieben? Fast nichts. Ein Sturm im Wasserglas. Das ganze Elend zeigt sich bei Spiegel Online heute: Die Kollegen bringen einen Artikel der Nachrichtenagentur AP, den sie aber um eine entscheidenden Passage kastriert haben: Bei SpOn heißt es: ...

July 30, 2005 · 2 min · Titus Gast